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Sprachkurs in Südafrika
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Sicherheitstipps

Mangelndes Wissen und Vorurteile haben dazu geführt, dass Südafrika in den europäischen Medien mit einem schlechten Ruf zu kämpfen hat. Das Land wird oft als sehr gefährlich und kriminell darstellt. Dass die Kriminalitätsrate in Südafrika über dem europäischen Durchschnitt liegt, lässt sich nicht bestreiten, aber Urlauber sind davon kaum betroffen. Denn die meisten Verbrechen geschehen dort, wo Touristen kaum hinkommen. Dennoch sollte man ein paar allgemeine Sicherheitsregeln im Alltag und auf der Straße beachten.

Unterwegs

Tragen Sie Ihre Wertsachen niemals offen mit sich herum und auch Handtaschen sollten quer über der Schulter getragen werden. Geldbeutel und Handy legt man am besten in eine verschließbare Innentasche, sodass auch keiner ‘mal schnell in die Tasche greifen kann. Am Tisch sollte man Taschen nicht neben sich stellen, sondern zwischen die Beine nehmen. Lassen Sie auch im Auto nichts sichtbar liegen, sowohl beim Parken als auch während der Fahrt. Autos können nicht nur im geparkten Zustand aufgebrochen werden. Es kann auch passieren, dass an Kreuzungen eine Scheibe eingeschlagen wird und zum Beispiel die auf dem Beifahrersitz liegende Handtasche gestohlen wird. Wichtig ist es, Fenster, wenn möglich, geschlossen zu halten und immer genügend Abstand zum Vordermann zu halten, um im Notfall ausscheren zu können.

Gelegenheit macht Diebe! Bieten Sie niemanden diese Gelegenheit und seinen sich Ihrer Umgebung stets bewusst.

Im Dunkeln

Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man nur noch in Gruppen sowie nur in gut beleuchteten und belebten Gegenden unterwegs sein. Wenn frau abends weggeht, sollte sie sich von einem männlichen Bekannten am Ende des Abends zum Auto begleiten lassen. Auch sollten Überlandfahrten im Dunkeln vermieden werden, da die Straßen teilweise mit Schlaglöchern und anderen Gefahren gespickt sind. Zudem sollte man nachts auf öffentliche Nahverkehrsmittel verzichten und stattdessen mit dem eigenen Auto fahren oder ein Taxi in Anspruch nehmen.

Geld

In Südafrika zahlt man meist mit Karte und die Bedienung bringt das Kartenlesegerät an den Tisch. Es ratsam, seine Kreditkarte beim Bezahlen, egal wo, nicht aus den Augen zu lassen. Am Geldautomaten darf man sich niemals helfen lassen. Diese Trickbetrüger sind unglaublich schnell und gewitzt. Sie sorgen für Verwirrung und nutzen diese dann aus an die Karte und den Pin zu kommen. Achten Sie immer auf Ihre Umgebung beim Geldabheben und wählen am besten nur Automaten, die sich an einem sicheren Ort wie Einkaufszentrum befinden.

Bettler

Die Armut ist in Südafrika hoch und Bettler sowie Straßenkinder sind leider an der Tagesordnung und können auch recht aufdringlich sein. Es kann passieren, dass Sie mittels Ablenkungsmanöver um Ihre Geldbörse oder Ihr Handy erleichtert werden. In der Innenstadt oder an beliebten Touristenplätzen wird man auch öfters um Geld angebettelt und man bekommt eine lange Geschichte erzählt. In diesem Fall höflich und (teils sehr) bestimmt ablehnen und weitergehen. Es gibt inzwischen zahlreiche Organisationen, die versuchen, Menschen und besonders Kinder von der Straße zu bringen. Bettlern aus Mitleid Geld zu geben, bedeutet sie auf der Straße zurückzulassen. Das bisschen Geld, das sie sich erbettlen, reicht gerade so zum Überleben, und sie suchen sich keine Hilfe. Damit löst man weder das Problem noch tut man den Menschen etwas Gutes. So hart es klingt und so weh es einem manchmal in der Seele tun, geben Sie Bettlern kein Geld. Spenden Sie an Organisationen wie Give Responsibly, Beautiful Gate, City Mission, Straatwerk oder Salesian Institute Youth Projects. Des Weiteren können Sie in Restaurants, die bei StreetSmart South Africa mitmachen, R5 extra auf der Rechnung bezahlen, oder das Big Issue Magazin (ähnlich wie die BISS) von den Straßenverkäufern kaufen. Damit tun Sie viel mehr für diese Menschen!

In der Unterkunft

Auch in Ihrer Unterkunft sollten Sie Ihre Wertsachen in den Safe sperren. Wer sich eine Ferienwohnung gemietet hat, wird feststellen, dass die meisten Häuser und Wohnung im Erdgeschoss vergitterte Fenster und zusätzliche Gittertüren haben sowie teilweise eine Alarmanlage. Lassen Sie sich von Ihrem Vermieter erklären, wie diese funktioniert und schalten sie nachts und, wenn Sie nicht im Haus sind, an. Schließen Sie zudem immer alle Fenster und Türen, wenn Sie das Haus verlassen, und sperren diese auch ab. Wenn Sie im Haus sind, halten Sie die Eingangstüre immer geschlossen, sodass niemand einfach hereinspazieren kann.

Was tun, wenn es doch passiert

Wenn bei Ihnen im Haus oder im Auto eingebrochen wurde, gehen Sie zur nächsten Polizeiwache und erstatten Anzeige. Diese brauchen Sie, um später bei der Versicherung Ihren Schaden geltend machen können.

Sollte man doch einmal überfallen werden, verhalten Sie sich ruhig und geben Sie den Räubern das Geld und Handy. Wird ein Täter bei Frauen handgreiflich, setzen Sie auf Gegenwehr. Vergewaltiger suchen sich immer leichte Opfer.

Handeln Sie mit gesundem Menschenverstand und achten auf Ihr Bauchgefühl. Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Sie Ihren Urlaub unbehelligt und in vollen Zügen genießen werden.

Alexandra Seiler



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